Marburger Konzentrations-Training (MKT)

Konzentrationstraining für Vorschulkinder, sowie Schulkinder der 1. – 4. Klassen (verschiedene Kurse)

Das Team der Ergotherapie Heilsbronn

Das MKT für Vorschul- und Schulkinder ist konzipiert als Gruppentraining – mit sechs Trainingseinheiten für das Kind und Elternabenden. Trainiert wird einmal pro Woche, wobei eine Trainingseinheit 90 Minuten dauert.

Ziele des MKT für Schulkinder

  • Reflexiver Arbeitsstil statt impulsivem Vorgehen
  • Selbstständigkeit
  • Vernünftiger Umgang mit Fehlern
  • Verbesserung der Leistungsbereitschaft
  • Zutrauen in eigenes Können
  • Stärkung der Eltern
  • Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion

Inhalt und Ziel des MKT für Schulkinder ist das Training der Selbststeuerung, um die Aufmerksamkeitssteuerung und die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern. Die Kinder lernen dabei über das sogenannte „Laute Denken“ das „Innere Sprechen“.

Die Kinder üben, planvoll und systematisch vorzugehen. Ein reflexiver Arbeitsstil wird aufgebaut. Gleichzeitig wird dem impulsiven, überstürzten Handeln entgegengewirkt. Trödelnde Kinder trainieren ein Arbeitsschema ein, durch das sie zügiger vorgehen können.

Auch der richtige Umgang mit Fehlern wird im Training eingeübt. Hierzu gehört das selbstständige Überprüfen der eigenen Aufgaben, das Entdecken von Fehlern wie auch ein gelassener Umgang mit ihnen – ein Fehler ist keine Katastrophe, sondern kann verbessert werden.

Das Training erhöht auch die Leistungsmotivation und Anstrengungsbereitschaft der Kinder. Kinder, die sich wieder etwas zutrauen und erfolgreich mitarbeiten, sind motiviert, sich anzustrengen. Vor allem aber macht ihnen das Training viel Spaß und Freude.

Bei den Eltern schafft das Training ein Bewusstsein für die Problematik ihrer Kinder, erleichtert ihnen das Verständnis und unterstützt sie bei der Förderung ihrer Kinder.

Trainingskomponenten des MKT für Schulkinder

  • Training für das Kind und
  • begleitende Elternarbeit

Das Trainieren mit anderen Kindern nutzt den Umstand, dass Kinder voneinander lernen; alle Strategien werden in der Gruppe eingeübt, und die Kinder dienen einander als Modell. Daher kann es sowohl in der Schulklasse innerhalb des Unterrichts eingesetzt werden als auch in gesonderten Trainingsgruppen.

Ähnlich wie in der Schulklasse ist es auch in der Trainingsgruppe nie vollkommen ruhig. Die Trainingskinder lenken sich gegenseitig bei der Bearbeitung der Aufgaben ab, so dass das Lernen wie in der Schule unter erschwerten, aber realistischen Bedingungen erfolgt.

Die Elternarbeit findet begleitend zum Training des Kindes in Form von Elternabenden statt. Sie dienen der Information der Eltern, aber auch dem Austausch. Nicht immer möchten Eltern alle Probleme in der großen Gruppe erläutern, daher werden zusätzlich zu den Elternabenden auch Einzelgespräche angeboten.

Aus den Erfahrungen im Schulbereich wurde festgestellt, dass für die Gruppe der Fünf- bis Siebenjährigen und der entwicklungsverzögerten Kinder dringlich ein ähnliches Training benötigt wird. Im Kindergarten- und Vorschulbereich sollen die Konzentrationsfähigkeit, die Wahrnehmungsgenauigkeit, die Merkfähigkeit und die Selbstständigkeit von jüngeren Kindern trainiert werden. Zusätzlich erfolgen Spielvorschläge, bei denen Regeln, Eigenständigkeit und der Umgang mit anderen spielerisch eingeübt werden können.

Am Ende der Kindergartenzeit sollte ein Kind so weit entwickelt sein, dass es den Anforderungen des Schulalltages gewachsen ist. Die Fähigkeit, sich konzentrieren zu können, steht mit allen Fähigkeiten im direkten Zusammenhang.

Mitglied im Deutschen Verband der Ergeotherapeuten